Nutzen

Nutzen

Von den Ergebnissen des Forschungsprojekts werden vor allem die Bereiche Produktion und Konstruktion profitieren. Für die Konstruktion von Schmiedegesenken bzw. deren Zusatzausstattungen werden als Projektergebnis die technischen Anforderungen und Randbedingungen bereitgestellt. Darüber hinaus ergibt sich die Nutzung in den Wirtschaftszweigen Metallerzeugung und -bearbeitung sowie der Herstellung von Metallerzeugnissen (Schmiedeindustrie) und dem Maschinenbau. Als Hauptabnehmer von Schmiedeteilen profitiert auch der Fahrzeugbau von den Ergebnissen, da bestehende Bauteile zukünftig effektiver und kostengünstiger produziert werden können. Eine robuste und industrieerprobte drahtlose Datenübertragung ist zudem für weitere Bereiche des Maschinenbaus interessant.

Die Projektergebnisse und -erfahrungen können in der Schmiedeindustrie genutzt werden, um die Gutteilrate zu erhöhen und Schmiedefehler frühzeitig in der Prozesskette zu identifizieren. Zusätzlich können Maßnahmen, wie z. B. eine Anpassung der Stadienfolge, ergriffen werden, um die häufigsten Schmiedefehler zu minimieren. Die Prozesszuverlässigkeit und die Reproduzierbarkeit lassen sich dadurch erhöhen - und gestalten so die Fertigung der Schmiedebauteile effektiver und kostengünstiger.

Die erarbeiteten Erkenntnisse können nach Projektende zur Realisierung von Prozessüberwachungssystemen genutzt werden. Sie verschaffen deutschen Schmiedeunternehmen einen Vorsprung an Know-how gegenüber der Konkurrenz aus dem Ausland. Durch die einfache Applizierbarkeit und den geringen finanziellen Aufwand der Überwachungssysteme profitieren insbesondere KMU von den Forschungsergebnissen, da eine aufwändige Prozessüberwachung für sie bislang häufig nicht in Frage kommt. Der Nutzen für KMU liegt insbesondere in der Einfachheit des Systems und der Robustheit der zu entwickelnden Prozessüberwachung. Kleine und mittlere Unternehmen sind häufig nicht in der Lage, automatisierte und somit störungsunanfälligere Prozesse zu installieren. Daher wird im Besonderen KMU eine Einheit zur Fehlererkennung helfen können, die Ausschussrate zu verringern.

Die angestrebten Ergebnisse erlauben die Überwachung des Schmiedeprozesses ohne großen Aufwand und auf fast alle auftretenden Fehler hin. Prozessstörungen (z. B. variierende Rohteiltemperaturen, variierende Einsatzmassen, unzureichende Schmierung, fehlerhafte Einlegepositionen) können mit der zu entwickelnden Applikation überwacht werden. Diese kombinierte Überwachung erspart den Unternehmen die nachträgliche Fehlersuche und macht ggf. andere Überwachungsmethoden überflüssig.